Der erste Monat ist wirklich schnell vergangen, aber ich könnt mir vorstellen, dass sich das wieder normalisiert und die nächsten Monate vielleicht ein bisschen langsamer rumgehen. Wär auch ganz cool, weil sonst wär ich ja direkt wieder in Deutschland.
Letztes Wochenende hatte ich mal wieder ein freies Wochenende, was auch ganz gut war, da die Woche davor echt stressig war. Am Freitagabend haben wir in Tabgha alle zusammen gegrillt, auch mit Paul, unserm Chef, und der hat uns (Katharina, Christopher und mich, alle die frei hatten) dann netterweise noch nach Haifa gefahren, weil der da eh in der Nähe wohnt. Nach einigem Suchen, wobei uns die Tatsache, dass Paul Hebräisch spricht, sehr geholfen hat, haben wir unsere Jugendherberge dann auch gefunden. Da es schon recht spät war, haben wir dann erstmal ne Runde gepennt. Den nächsten Vormittag haben wir dann komplett am Strand verbracht (Haifa liegt direkt am Mittelmeer und hat einen echt schöne Strand). Da haben wir uns noch mit ein paar anderen Volontären aus Kfar Tikva, einer sozialen Einrichtung, wo Behinderte betreut werden, getroffen. Unter anderem war da auch Jojo Sutter aus meiner ehemaligen Stufe dabei. Das war ziemlich cool, mal wieder jemanden aus der Schule zu treffen und er hatte auch noch sein Abishirt an, welches ich leider in Deutschland gelassen habe.
Am Nachmittag sind wir noch durch Haifa gelatscht, ist echt ne schöne Stadt, das liegt wohl vor Allem am Meer. Und da gibt’s die berühmten Bahaigärten, das ist irgendsone komische Religion, und die haben da voll den tighten Garten.
| Blick auf's Meer |
| Die Parkhäuser haben hier in Israel lustige Namen |
Auf dem Rückweg mit dem Bus haben wir unsere Haltestelle verpasst. Die nächste Haltestelle war der Berg der Seligpreisung, wo Jesus - der Überlieferung nach - die Bergpredigt gehalten hat. Da haben wir uns gedacht, wo wir schonmal da sind, können wir uns das auch ein bisschen anschauen. Der Berg ist echt wunderschön und da hat es trotz der Hitze richtig Spaß gemacht, zu Fuß nach Tabgha runterzulaufen, das am Fuß des Berges liegt.
| Da sind wir schon fast wieder in Tabgha |
Und dann war ein sehr erholsames Wochenende auch schon wieder vorbei.
Am Montag hatten wir endlich das erste Mal Hebräisch-Unterricht. Nach den 90 Minuten waren alle erstmal total geplättet, weil die Lehrerin uns durchgehend mit neuen Wörtern bombadiert hat, die wir natürlich alle mitschreiben mussten. Dass der Unterricht auf Englisch ist und weder unsere Lehrerin noch wir perfekt Englisch können, macht die Sache auch nicht leichter, aber doch interessanter. Vielleicht hilft mir der Unterricht gleichzeitig, mein Englisch zu verbessern. Da es aber schon ziemlich lang her ist, dass ich mal irgendwas gelernt habe, fällt es mir im Moment schwer, mich zu motivieren, den Stoff zu wiederholen. Aber es ist natürlich auch cool, wenn man Hebräisch kann, also werde ich wohl mal demnächst was machen. (Bis Zehn zählen kann ich schon!)
Tschüss,
Jojo
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