Ab Weihnachten wurde die Begegnungsstätte für große Gruppen geschlossen und sie wird erst wieder im Februar geöffnet. Deswegen habe ich mich natürlich auf eine ruhigere Zeit gefreut, weil die Arbeit mit den Gruppen teilweise schon stressig war. Weihnachten war dann auch sehr schön. Jeden Tag gab's gutes Essen.
| Ich beim Weihnachtsbäume holen - wie immer hart am Arbeiten :) |
Das Highlight an Weihnachten war für mich, als uns am 27.12. unsere phillipinischen Schwestern eingeladen haben. Das Wetter war herrlich, wir saßen draußen im wunderschönen Innenhof der Sisters, es wurde früh mit dem Wein-Trinken angefangen und die Sisters haben mit ihrer guten Laune alle angesteckt. Der Höhepunkt war das Wichteln, jeder hatte ein kleines Geschenk dabei und dann wollten wir anfangen sie zu verteilen. Erstmal gab es dann aber große Verwirrung über die Spielregeln. Nachdem dann aber alles auf fünf Sprachen erklärt wurde haben es alle verstanden und es konnte losgehen. Dabei wurde gesungen und auch ein bisschen getanzt und es war einfach schön zu erleben, wie so verschiedene Menschen so viel Spaß miteinander haben. Wir junge Volontäre aus Deutschland und Amerika, die benediktischen Mönche und die phillipinischen Schwestern, die israelischen Angestellten und noch ein paar andere Gäste.
Dann ging Weihnachten vorrüber, das Wetter wurde schlechter und unser Chef Paul kam aus seinem Deutschlandurlaub zurück. Der Januar wird jetzt vor Allem zum General Cleaning benutzt. Also putzen den ganzen Tag. Keine besonders schöne Arbeit. Diese langweilige Arbeit und dass einfach nicht viel passiert im Moment schlägt sich auch ein bisschen auf die allgemeine Stimmung nieder. Man merkt dann doch, dass man in Tabgha ziemlich aufeinanderhockt und sich schlecht gegenseitig aus dem Weg gehen kann. Und wenn man dann jeden Tag mit den gleichen Leuten arbeitet und lebt geht man sich auch schon mal gegenseitig auf die Nerfen.
Eine schöne Abwechslung war da für mich, dass ich Besuch aus Deutschland hatte. Der Michi war da und wir haben einige schöne Ausflüge gemacht, z.B. nach Ceasarea maritima, wo es Riesen-Römer-Ausgrabungen gibt und das wünderschön am Mittelmeer liegt.
Aber auch das große Putzen wird vorrübergehen. Mitte Januar haben wir hier ein Seminar, auf das ich gespannt bin und ab dem ersten Februar fahren wir Volontäre alle zusammen nach Jordanien. Das ist möglich, weil die Begegungsstätte noch bin 9. Februar gesperrt ist und ist sozusagen die Belohnung für die harte Zeit im Januar. Und dann freue ich mich auch wieder auf die Zeit, wenn uns die Behinderten-Gruppen besuchen kommen, damit es wieder Bilder gibt, wie dieses:
| Wir Volontäre mit einer Gruppe aus der Al-Salam-School, einer integrativen Schule in der Westbank |
Bis dahin heißt es: Durchhalten und das beste daraus machen.
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