Sonntag, 17. Juli 2011

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Hallo liebe Blogleser,

so langsam geht das Jahr zu Ende, noch einen Monat habe ich hier. Tony hat noch zwei Tage. Deswegen fangen wir an, uns an all die Dinge zu erinnern, die in diesem Jahr passiert sind. Und dabei merkt man, wie schnell man die ganzen kleinen Geschichten wieder vergisst. Ich habe angenfangen, meine ersten Blogeinträge wieder zu lesen und das ist echt lustig, weil ich manche Sachen schon wieder komplett vergessen habe. Zum Beispiel, wie ich zum ersten Mal Verantwortlicher für eine große Behindertengruppe war und bei denen plötzlich drei der Behinderten verloren gegangen waren und wir eine Suchaktion starten mussten. Auch alte Bilder anzuschauen hilft natürlich beim erinnern. Alles in allem war es ein echt schönes und lustiges Jahr und der Abschied wird mir sehr schwer fallen.

Wir Volontäre haben einfach so unglaublich viel Zeit miteinander verbracht. Jeden Tag haben wir zusammen gearbeitet und auch danach blieb uns ja nicht viel anderes übrig, als miteinander rumzuhängen. Das wird uns vor allem jetzt bewusst, wo wir zwei neue Volontäre aus Minnesota haben. Wenn wir "Alten" miteinander reden, verstehen die Neuen fast gar nichts, weil 90% unserer Unterhaltungen im Moment irgendwelche Insider sind oder sich auf etwas beziehen, was dieses Jahr passiert ist.

Viel Zeit, um über den Abschied nachzudenken haben wir aber nicht. Die Arbeit auf der Begegnungsstätte ist im Moment Stress pur. Wir sind fast komplett ausgebucht, und unser Chef Paul wird jeden Moment Papa und arbeitet deswegen im Moment nicht. Deshalb müssen wir Volontäre uns um alles kümmern. Das ist zwar mit sehr viel Arbeit verbunden, aber es ist auch schön zu sehen, dass am Ende dann doch alles relativ gut funktioniert.

Ein bisschen Freizeit haben wir dann aber doch:

Im See Genezareth

Und das war beim Bob Dylan-Konzert, von dem ich in meinem letzten Blogeintrag geschrieben habe
Machts gut!

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